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PRO BAHN spricht sich für Berücksichtigung des Lückenschluss Schönberg – Rehna bei Ausschreibung des Wettbewerbsnetzes „Ost-West“ aus

27. November 2010 | Von | Kategorie: Pressemeldungen

Gemeinsame Pressemitteilung der PRO BAHN Landesverbände Mecklenburg-Vorpommern
und Schleswig-Holstein / Hambur
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Eine Realisierung des Lückenschluss Schönberg – Rehna und die Einführung direkter Regionalzüge Lübeck – Schwerin bis zum Beginn des neuen Verkehrsvertrages für das Wettbewerbsnetz „Ost-West“ (geplant zum Fahrplan 2015) könnte aus der Sicht der beiden PRO BAHN Landesverbände bei einer Vorlaufzeit von etwa 4 Jahren reichen,um eine 10 bis 11km lange Neubaustrecke Schönberg – Rehna zu realisieren.

Denn: Der regionale Planungsverband Westmecklenburg hat jetzt am 03.11.2010 den 2. Entwurf des Regionalen Raumentwicklungsprogrammes Westmecklenburg beschlossen. Darin ist der Lückenschluss als auf Realisierung zu prüfende Schienenneubaustrecke aufgenommen. Sollte der Entwurf in dieser Form Rechtskraft erlangen, ergeben sich für die Verkehrsgestaltung in Westmecklenburg neue Planungsgrundsätze. Diese sollten schon jetzt mit Weitblick Berücksichtigung finden. Zum 2. Entwurf gab es im zuvor durchgeführten öffentlichen Beteiligungsverfahren seitens der Bevölkerung als auch von gesellschaftlichen und kommunalpolitischen Institutionen in Westmecklenburg eine große Beteiligung für den Lückenschluss, wie aus der jetzt veröffentlichten Abwägungsdokumentation bekannt wurde. Da der Lückenschluss sowohl für die Einrichtung direkter und schneller Regionalzüge Lübeck – Schwerin als auch für die bessere Erschließung der Region Nordwestmecklenburg unverzichtbar ist, fordert PRO BAHN, den Lückenschluss Schönberg – Rehna und die Einrichtung direkter Regionalzüge Lübeck – Schwerin über Rehna als Option in der Ausschreibung des Wettbewerbsnetzes „Ost-West“ abzufragen.

„Mit der optionalen Abfrage der gewünschten Verbindung im Ausschreibungsverfahren würden sich das Land und die VMV die Möglichkeit offen halten, den Lückenschluss Schönberg – Rehna innerhalb der Laufzeit des Verkehrsvertrages zu realisieren,“ so Marcel Drews und Stefan Barkleit von PRO BAHN, „daher wäre ein Verzicht auf eine optionale Abfrage als Desinteresse an einem attraktiven Bahnverkehr in Nordwestmecklenburg zu werten. Mit der Ausschreibung sollten Effizienzgewinne möglich sein, die zusätzliche Leistungen, wie beispielsweise zwischen Rehna und Lübeck, möglich machen könnten.“

Hintergrund :
Der Lückenschluss sichert langfristig durch den wesentlich attraktiveren Durchgangsverkehr den Erhalt der Bahnstrecke Rehna – Schwerin. Es rücken nicht nur die beiden Städte Schwerin und Lübeck näher zusammen, sondern auch die Regionen Ostholstein und Westmecklenburg. Dabei ergänzt das neue Angebot die Umsetzung attraktiverer Fahrzeiten auch auf der Strecke zwischen Lübeck und Bad Kleinen, welche Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE Nr. 1) ist. Für diesen Abschnitt steht als letzte Ausbaumaßnahme noch die Streckenertüchtigung weniger Kilometer zwischen Grevesmühlen und Schönberg an, die rasch zum Abschluss kommen muss. Dann sind auch, wie durch den Bundesverkehrswegeplan und den bisherigen Bundesregierungen zum VDE Nr. 1 angedacht, Schleswig-Holstein und die Regionen Wismar, Rostock/Mittleres Mecklenburg und Stralsund, sowie die Mecklenburgische Seenplatte untereinander besser erreichbar. Zudem werden sich die Fahrtzeiten im Regionalverkehr von Lübeck aus nach Berlin und Mitteldeutschland erheblich verkürzen.

Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für einen Lückenschluss macht jetzt besonders viel Sinn, nachdem durch die Bekanntgabe der Bedarfsplanüberprüfung der Projekte des Bundesverkehrswegeplanes vom 11.11.2010 die Strecke Bad Kleinen – Lübeck des VDE Nr. 1 nur noch eingleisig und nur für 120 statt 160km/h ausgebaut werden soll. Insofern kann die Bundesverkehrswegeausbauplanung auch für den vorgesehenen Ausbau zwischen Lübeck und Schwerin statt die Variante mit der Kurve über Bad Kleinen umzusetzen dann die Variante über den Lückenschluss Schönberg – Rehna ermöglichen zu wählen.

Kontakt:
Marcel Drews – 0172/ 3617193 Landessprecher Mecklenburg-Vorpommern
Stefan Barkleit – 0151/ 51462156 Landesvorsitzender Schleswig-Holstein

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