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Fahrgastverband PRO BAHN sieht weitere Ausweitung des HVV kritisch – Einführung eines Norddeutschland-Tarifes sinnvoller

3. März 2018 | Von | Kategorie: Themen

Der Fahrgastverband PRO BAHN, Landesverband Schleswig-Holstein/ Hamburg, steht einer weiteren Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf die Kreise Steinburg und Ostholstein sowie die Städte Neumünster und Lübeck kritisch gegenüber.

Mit einer Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf die Kreise Steinburg und Ostholstein sowie die Städte Neumünster und Lübeck ist ausschließlich eine Anpassung der Höhe der Fahrkarten-Preise vom Niveau des Schleswig-Holstein-Tarifes auf das Niveau des Tarifes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) verbunden.

Das Angebot auf den Bahnstrecken Wilster – Elmshorn, Neumünster – Dauenhof, Puttgarden – Lübeck – Reinfeld und Travemünde – Lübeck sowie der Busverkehre in den Stadtverkehren Itzehoe, Glückstadt, Neumünster und Lübeck und im Regionalverkehr im Kreis Ostholstein bleibt unverändert.

Weiter ist eine weitere Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf die Kreise Steinburg und Ostholstein sowie die Städte Neumünster und Lübeck erst nach der zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 erfolgenden Umsetzung der weiteren Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf die Bahnstrecken Cuxhaven – Himmelpforten und Lüneburg – Uelzen realistisch.

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die Diskussion der verkehrspolitischen Sprecher der im schleswig-holsteinischen Landtag vertretenen Parteien, wie Land und NAH.SH die ihnen zur Verfügung stehenden Regionalisierungsmittel nutzen sollen. Im Hinblick auf die steigende Fahrgastnachfrage auf den Bahnstrecken Neumünster – Elmshorn – Hamburg, Neumünster – Bad Oldesloe und Hamburg – Lübeck ist jedoch ersichtlich, dass einzelne verkehrspolitische Sprecher der im schleswig-holsteinischen Landtag vertretenen Parteien einen weiteren Ausbau des Angebotes auf den genannten Bahnstrecken nicht mehr verfolgen, sondern die dafür notwendigen Regionalisierungsmittel in die weitere Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf die Kreise Steinburg und Ostholstein sowie die Städte Neumünster und Lübeck ausgeben wollen.

Der Fahrgastverband PRO BAHN schlägt vor, anstelle einer weiteren Ausweitung des Tarifgebietes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) auf die Kreise Steinburg und Ostholstein sowie die Städte Neumünster und Lübeck über die Einführung eines gemeinsames Norddeutschland-Tarifes für Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen zu diskutieren und dafür auch das von Land und NAH.SH in Auftrag gegebene Gutachten zum Nord(-deutschland)-Tarif zu berücksichtigen.

Das Ziel der Diskussion der verkehrspolitischen Sprecher der im schleswig-holsteinischen Landtag vertretenen Parteien muss sein, ein Modell für einen gemeinsamen Norddeutschland-Tarif für Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen zu entwickeln, indem sowohl ein attraktives Niveau der Fahrkarten-Preise sowohl für die Tarifgebiete des Schleswig-Holstein-Tarifes und des Niedersachsen-Tarifes als auch für die Tarifgebiete der Verbund-Tarifes des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) und des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN) zu realisiert wird. Selbstverständlich sind in einem gemeinsamen Norddeutschland-Tarif auch attraktive Fahrkarten-Preise analog zu den Fahrkarten-Preisen auf dem Tarifgebiet des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) zu berücksichtigen.

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