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Bahnen müssen wieder attraktive Arbeitgeber werden: Bessere Bezahlung, Stärkung der Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen

30. November 2018 | Von | Kategorie: Pressemeldungen

Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht in den aktuellen Personalproblemen eine große Gefahr für die Zukunft des Systems Eisenbahn. Um diese Gefahr zu bekämpfen, muss Arbeiten bei den Eisenbahnunternehmen wieder attraktiver werden. Dazu muss die Bezahlung angehoben, die Ausbildung gestärkt und die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Zusatzangebote) verbessert werden.

Jeder Bahnfahrer hat es schon erlebt: Umgekehrte Wagenreihung, Verspätung, Bordrestaurant geschlossen, Verzögerung im Betriebsablauf, Signalstörung, WC geschlossen, Kaffeemaschine kaputt, Wagen 13 fehlt, sogar Teil- oder Komplett-Ausfall des Zuges. Viele dieser Probleme lassen sich sicherlich lösen, aber immer nur mit mehr gut ausgebildetem Personal!

Es gibt viele Faktoren, die einen Zug erstmal voll funktionsfähig und die Fahrt störungsfrei machen. Allerdings mangelt es bei allen Bahnbetrieb- und Infrastrukturunternehmen derzeit an Lokführern, Zugbegleitern, Elektrikern, Mechanikern, Tiefbauern – und an fachkundigen Führungskräften im Hintergrund. Alle Unternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden und Fachkräften, während gleichzeitig die Bahnmitarbeiter sich aus der Branche verabschieden, zu Unternehmen mit besseren Bedingungen, wie beispielsweise zu Industrieunternehmen. Gerade in den Ballungsräumen gilt: Wenn man nebenan bei besserem Gehalt nur 35 Stunden pro Woche arbeiten muss, geht man nicht zur Bahn.

Derzeit finden Tarifverhandlungen der Bahnunternehmen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Eisenbahn Verkehrsgewerkschaft (EVG) statt. Die Gewerkschaften versuchen logischerweise das Bestmögliche für ihre Mitglieder einzufordern.

Der Fahrgastverband PRO BAHN geht hierbei ein Schritt weiter und fordert:

  • gemeinsame Bemühungen der Bahnen zusammen mit den Gewerkschaften für attraktivere und besser bezahlte Bahnberufe,
  • Verbesserung der Ausbildung für Bahn- und Verkehrsberufe, und
  • Anpassung der Arbeitsbedingungen, damit sie zu Arbeitsplätzen in der Industrie wieder konkurrenzfähig werden.

Wir glauben, dass die Bedingungen der Verkehrsbranche dringend verbessert werden müssen, um möglichst viele Menschen für diesen Bereich zu begeistern. Wenn dadurch die Qualität steigt und weniger Züge ausfallen, haben wir sogar Verständnis für moderate Preiserhöhungen.

Kontakt:

Lukas Iffländer, stellvertretender Bundesvorsitzender, mobil: 0176-66822886, e-mail: lukas.ifflaender@pro-bahn.de

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de

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