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Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt Überlegungen und Vorschläge für eine Einstellung des Sylt Shuttle Plus Westerland – Niebüll/ Ausbau der Schieneninfrastruktur Westerland – Niebüll notwendig und sinnvoll

30. August 2019 | Von | Kategorie: Themen

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die in der August-Plenartagung des schleswig-holsteinischen Landtages geäußerten Überlegungen und Vorschläge für eine Einstellung des von DB Fernverkehr angebotenen Sylt Shuttle Plus Westerland – Niebüll, der aufgrund für das Angebot betrieblich notwendigen Rangierfahrten zwischen den Bahnsteigen und den Autozug-Verladungen die überlasteten Kapazitäten der Bahnstationen Westerland und Niebüll zusätzlich auslastet.

Der Fahrgastverband PRO BAHN erwartet vom schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium die zügige Aufnahme von Gesprächen mit DB Fernverkehr und RDC Autozug, wie das Angebot von DB Fernverkehr und RDC Autozug für den Autozug-Verkehr Westerland – Niebüll ohne Sylt Shuttle Plus aussehen kann, so dass die Auslastung der überlasteten Kapazitäten der Bahnstationen Westerland und Niebüll reduziert und die Pünktlichkeit sowie die Zuverlässigkeit der beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Fernverkehr, DB Regio Schleswig-Holstein und RDC Autozug gesteigert werden kann.

Ausbau der Schieneninfrastruktur notwendig und sinnvoll

Weitaus wichtiger ist aus der Sicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN der weiteren Ausbau der Schieneninfrastruktur. Nach der Erteilung des Auftrages des Bundesverkehrsministerium zur Planung eines zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Westerland – Hamburg im Streckenabschnitt Klanxbüll – Niebüll braucht es zeitnah einen Auftrag des Bundesverkehrsministeriums zur Planung des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Westerland – Niebüll im Streckenabschnitt Westerland – Morsum als auch sowie einen Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, bei den Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Streckenabschnitte Westerland – Morsum und Klanxbüll – Niebüll planerisch eine spätere Elektrifizierung zu berücksichtigen, um perspektivisch die höhere Leistungsfähigkeit der elektrischen Traktion für eine höhere Qualität und Zuverlässigkeit nutzen zu können.

Darüber hinaus braucht es zeitnah einen Auftrag des Bundesverkehrsministeriums zur Planung des Ausbaus der Bahnstationen Westerland und Niebüll, um die höhere Kapazität des Streckenabschnitts Westerland – Niebüll auch in den Bahnstationen Westerland und Niebüll abbilden zu können.

In Westerland sollte die Nutzlänge der Bahnsteige 1 bis 4 auf 400 Meter verlängert werden, so dass alle Bahnsteige flexibel von Fernverkehrs-Zügen mit einer Länge von 400 Metern sowie Nahverkehrs-Zügen mit 12 Marschbahn-Wagen mit einer Länge von 360 Metern genutzt werden können. Zudem sollte mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Westerland – Niebüll im Streckenabschnitt Westerland – Morsum die Weichenverbindungen im Ostkopf der Bahnstation und die Abstellgruppe neu strukturiert werden.

Für die Neustrukturierung der Autozug-Verladung der Bahnstation Westerland hat die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft (NEG) der Gemeinde Sylt sowie den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen und Eisenbahninfrastrukturunternehmen Überlegungen und Vorschläge vorgestellt, die in der Planung des Ausbaus der Bahnstation Westerland zwingend berücksichtigt werden sollten.

In Niebüll verfügen die Bahnsteige 1 bis 4 bereits über eine Nutzlänge von mindestens 360 Metern, so dass alle Bahnsteige flexibel von Fernverkehrs-Zügen mit einer Länge von 360 Metern sowie Nahverkehrs-Zügen mit 12 Marschbahn-Wagen mit einer Länge von 360 Metern genutzt werden können.

In der Hauptverkehrszeit werden alle Bahnsteige benötigt, so dass im Hinblick auf den weiteren Ausbau des Angebotes infolge des geplanten Ausbaus der Bahnstrecke Esbjerg – Bramming – Tønder– Niebüll und einer Reaktivierung der Bahnstrecke Niebüll – Flensburg die Errichtung eines weiteren Bahnsteiges östlich der Bahnsteige 1 bis 4 notwendig und sinnvoll ist.

Im Gegensatz zur Autozug-Verladung der Bahnstation Westerland bestehen für die Autozug-Verladung der Bahnstation Niebüll noch keine Überlegungen und Vorschläge für eine Neustrukturierung.

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