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Fahrplan 2021 bringt Verbesserungen

9. Dezember 2020 | Von | Kategorie: Pressemitteilungen

Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt Taktverdichtungen und eine Netzausweitung im deutschen Fernverkehr. Einige Kritikpunkte gibt es allerdings.

Alles in allem fällt der Fahrplanwechsel kleiner aus als in Vorjahren. Dennoch erwarten wir einige Höhepunkte. Zu den herausragenden Verbesserungen des Fahrplanwechsels 2021 zählt die Strecke München – Zürich, deren Angebot durch die vollständige Elektrifizierung komfortabler und schneller werden soll. Eine Taktverdichtung auf der Strecke Hamburg – Berlin ist ein weiterer Höhepunkt der Fahrplanänderung. Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die etwa halbstündliche Verbindung zwischen den zwei Metropolen. „Damit wird das Maximum erreicht, was die Infrastruktur hergibt“, so Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann. Als einzigen Kritikpunkt moniert er, dass in Hamburg der Anschluss von Norden kommend an den Intercity nach Dresden zu kurz bemessen sei.

Auch die beliebte Schnellfahrstrecke München – Berlin erhält mehr Verbindungen. Die Neubaustrecke war so teuer, dass eine Taktverdichtung naheliegend ist. Zusätzliche Direktverbindungen zwischen Bonn und Berlin kommen durch eine Verlängerung der ICE-Route auf einer der wichtigsten Ost-West-Achsen im innerdeutschen Verkehr. Der Einsatz von neuen ICE4-Zügen schafft zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin fast 20 Prozent mehr Kapazität. „Wir nähern uns mit dem Fahrplan Schritt für Schritt der Zielvorstellung eines Deutschlandtaktes 2030+ mit einer Verdopplung der Fahrgastzahlen im Fernverkehr“, so der stellvertretende Vorsitzende des Fahrgastverbands Andreas Schröder.

Für einige Regionen bietet der Fahrplan 2021 bedeutende Neuerungen. Krefeld und Erkelenz erhalten einen ICE-Anschluss, wenngleich nur einmal täglich. Für die Region hat so ein prestigeträchtiger Anschluss Symbolkraft und lässt auf mehr hoffen. Kritisch bleibt, dass der Fernverkehr der Deutschen Bahn auch im neuen Fahrplan abgehängte Städte wie Trier und Chemnitz nicht bedient. Von europaweiter Bedeutung ist der zusätzliche Eurocity auf der Strecke Berlin – Krakau. Ansonsten bleiben internationale Anschlüsse insgesamt unter ihren Möglichkeiten. Die diesjährige Tunneleröffnung in den Schweizer Alpen (Ceneri-Basistunnel) bietet Potenzial für schnellere Verbindungen Richtung Mittelmeer. Es gibt dennoch keine neuen Direktverbindungen nach Italien im Fahrplan 2021.

Eine Zusammenfassung der Fahrplanänderungen hat der Fahrgastverband PRO BAHN in einem Video-Beitrag im Netz veröffentlicht.

Kontakt:

Dr. Andreas Schröder, stellvertretender Bundesvorsitzender, mobil: 0177-1984566, e-mail: andreas.schroeder@pro-bahn.de

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender, mobil: 0172-2673784, e-,-mail: k.naumann@pro-bahn.de

 

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