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Europäisches Jahr der Schiene sinnvoll nutzen – Im Jahr 2021 internationalen Bahnverkehr ausbauen und politischen Rahmen anpassen

31. Januar 2021 | Von | Kategorie: Pressemitteilungen

Das Jahr 2021 wurde von der Europäischen Kommission zum „Jahr der Eisenbahn“ erkoren. Der Fahrgastverband PRO BAHN macht Vorschläge, um nach der Ankündigung konkrete Projekte voran zu bringen.

Fahrgäste wünschen sich, dass internationales Reisen mit der Bahn so einfach wird wie im Flug- und Straßenverkehr. Trotz jahrelanger Bemühungen der EU-Politik funktioniert Bahnverkehr überwiegend in nationalen Strukturen. Möglichkeiten zur besseren internationalen Kooperation werden im Bahnverkehr oft nur teilweise genutzt. Der Fahrgastverband PRO BAHN schlägt vor, konkrete Projekte 2021 anzuschieben, damit das Europäische Jahr der Schiene 2021 mehr als eine Marketing-Veranstaltung wird. Die deutsche Ratspräsidentschaft hat jüngst einen Impuls zur Aktivierung eines transeuropäischen Express-Netzwerks (TEE 2.0) gesetzt. „Das Konzept eines EU-Taktfahrplans formuliert das richtige Ziel“,so Andreas Schröder, stellvertretender Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN, „aber konkrete Schritte zur Realisierung stehen noch aus.“ Hierbei mahnt er die bessere Koordination von grenznahen Infrastrukturprojekten an. Zahlreiche Beispiele zeigen Versäumnisse auf deutscher Seite (Brenner-Zulauf, Oberrheintal, Betuwe, Stettin – Berlin, Dresden – Görlitz – Grenze DE/ PL, Karniner Brücke, Rheinbrücken ins Elsass, usw.).

Katharina Krell, Vertreterin des Fahrgastverbands PRO BAHN beim Europäischen Fahrgastverband EPF, sieht besonders bei EU-Nachtzügen großen Nachholbedarf. Zwar kommen im Dezember 2021 zwei neue ÖBB-Nachtzug-Verbindungen Wien – Paris und Zürich – Amsterdam. Das EU-weite Nachtzugnetz bleibt aber dünner als früher. EU-Politik kann dem Momentum zur Reaktivierung der Nachtverkehre weiteren Schub verleihen. Der Fahrgastverband PRO BAHN schlägt vor, eine zentrale EU-weite Zugzulassung für einen standardisierten EU-Nachtzug auf den Weg zu bringen. Die internationalen Zulassungsprozesse sind zu langsam. Ebenso sollen Trassenentgelte auf niedrigem Niveau zum Grenzkostensatz harmonisiert werden und nationale Sprach- und Sicherheitsstandards flexibilisiert werden.

Auf politischer Seite müssen Rahmenbedingungen angepasst werden, um den Bahnverkehr insgesamt zu stärken. Im Vorfeld des Super-Wahljahrs 2021 haben Parteien strukturelle Änderungen des Bahn-Konzerns sowie des politischen Rahmens angekündigt. Grundsätzlich muss der umweltfreundliche Bahnverkehr gegenüber anderen Verkehrsträgern gestärkt werden. Bundesfinanzmittel für Infrastruktur im Straßen- und Schienenbau stehen derzeit im Missverhältnis.

Kontakt:

Dr. Andreas Schröder, stellvertretender Bundesvorsitzender, mobil: 0177-1984566, e-mail: andreas.schroeder@pro-bahn.de

Lukas Iffländer, stellvertretender Bundesvorsitzender, mobil: 0176-66822886, e-mail: lukas.ifflaender@pro-bahn.de

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