Bauarbeiten, sind unerlässlich, wenn unsere U- und S-Bahnen weiterhin zuverlässig verkehren sollen. So eben auch bei der U1 im Norden Hamburgs (zwischen Fuhlsbüttel Nord und Lattenkamp), wo 3 Monate lang keine U-Bahn fahren wird. Hier werden alle notwendigen Arbeiten gleichzeitig erledigt, damit nicht wegen weiterer Arbeiten wieder gesperrt werden muss.
Eine sinnvolle Koordination der Arbeiten, die wir uns auch zwischen S- und U-Bahn gewünscht hätten. Ausgerechnet zu Zeiten der U1-Sperrung wird gleichzeitig an der S1 gebaut, sodass Fahrgäste am Berliner Tor umsteigen müssen und dadurch bis zu 10 min länger brauchen.
„Bei einer guten Koordination der Bauarbeiten würde immer nur an einer der beiden nach Norden führenden Schnellbahnstrecken gebaut werden“, kritisiert der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann.
Wenn es zudem zu Einschränkungen und Abweichungen kommt, müssen die Fahrgäste davon ohne Schwierigkeiten erfahren. Gerade bei der S-Bahn gibt es noch Verbesserungsbedarf. Wer etwa vom Airport zum Hauptbahnhof möchte, wird sich am Bahnsteig wundern, dass der Zug nur bis zum Berliner Tor fährt. Ab und zu, wenn der Fahrgast zufällig gerade auf den Monitor blickt, wechselt die Anzeige zu einem schwer lesbaren Hinweis, dass am Berliner Tor umgestiegen werden kann. Alle paar Minuten wird das auch per Durchsage am Bahnsteig angekündigt, im Zug selbst erfährt man zunächst nichts davon. Erst nachdem zweisprachig verkündet wurde, dass die S-Bahn am Berliner Tor endet, werden die Fahrgäste auf den erforderlichen Umstieg hingewiesen.
Die HHA informiert über die U1-Sperrung besser, etwa mit Durchsagen in den Bussen, aus denen man zur U1 umsteigen könnte. Auch die Haltestellen der Ersatzbusse lassen sich meist gut finden. Pech haben dagegen die Fahrgäste, die in ihren gewohnten Bus einsteigen wollen und ihre Haltestelle nun suchen, da am gewohnten Platz nun die Ersatzbusse halten. Die elektronische Anzeige weist auf die Verlegung hin, nur nicht wohin der Halt verlegt wurde. Diesen Hinweis findet man dann irgendwo im Wartehäuschen auf einem DIN-A4 Blatt und freut sich, dass man 200 Meter zurücklaufen muss.
Aus Fahrgastsicht gibt es viel Verbesserungsbedarf. Gerade bei Bauarbeiten müssen sich die Verantwortlichen einmal die Brille eines nicht-vorinformierten Fahrgastes aufsetzen und daraus ableiten, wie die Informationen aufbereitet werden.
Kontakt:
Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de
Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0151-51462156, e-mail: barkleit@pro-bahn-sh.de
Jan Niemeyer, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0157-92358603, e-mail: niemeyer@pro-bahn-sh.de
