PRO BAHN begrüßt Abstellflächen für E-Scooter und fordert Ausweitung

Der Fahrgastverband begrüßt, dass es künftig in Hamburg an den Schnellbahnstationen festgelegte Abstellflächen für Elektro-Kleinroller (E-Scooter) geben soll, wie heute schon für Fahrräder. Es braucht jetzt aber auch eine konsequente Umsetzung.

Hans-Uwe Kolle, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Hamburg und Umgebung, dazu: „Mit diesen modernen virtuell festgelegten Abstellplätzen vermeidet man Stolperfallen, die insbesondere Sehbehinderte und viele Senioren heute beklagen. Auf der anderen Seite lassen sich so die Abstellplätze bedarfsorientiert verändern.“

Wichtig ist aber auch, dass das Abstellen in diesen Zonen von der Stadt umgesetzt wird.

Für den Fahrgastverband PRO BAHN ist das ein erster guter Ansatz. Er sollte aber stärker ausgeweitet werden. Behindernd abgestellte (oder liegende) E-Scooter sind für Fußgänger, insbesondere Sehbehinderte, nicht nur ein Ärgernis, sondern eine ernsthafte Stolpergefahr.

Wenn E-Scooter ein echtes Verkehrsmittel sein sollen und dafür öffentlicher Raum kostenlos zur Verfügung gestellt wird, ist eine Beschränkung auf das Stadtgebiet, wo es nahezu überall ein zumindest ordentliches ÖV-Angebot, nicht vollziehbar. Karl-Peter Naumann,
Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, dazu: „Gerade dort, wo Buszu- und -abbringer von der Bahn nicht oder selten zur Verfügung stehen, können E-Scooter für viele Reisende eine echte Alternative sein, um zur Bahn zu kommen oder von ihr zum Ziel.“

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher, dass mit den Anbietern eine Einigung gefunden werden sollte, E-Scooter an weiteren Bahnhöfen im HVV-Gebiet anzubieten. Sofort sollte dies im Ring AB – das Stadtgebiet mit wenigen Umlandgemeinden – verwirklicht werden.

Nur so können E-Scooter ein öffentlich akzeptiertes Verkehrsmittel sein. Die Stadt Hamburg muss den Anbietern den Vertrieb der E-Scooter als Sondernutzung erlauben. Diese Verhandlungsposition muss genutzt werden, den Anbietern eine schrittweise Ausweitung des Angebots abzuverlangen.

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de

Mathias Bölckow, Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Hamburg und Umgebung, mobil: 0176-49226044, e-mail: boelckow@pro-bahn-sh.de

Jan Niemeyer, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0157-92358603, e-mail: niemeyer@pro-bahn-sh.de