Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt, dass mit dem Planfeststellungsbeschluss im Planfeststellungsabschnitt Lübeck in einem weiteren Streckenabschnitt Baurecht besteht.
Mit dem Planfeststellungsbeschluss im Planfeststellungsabschnitt Lübeck wird gleichzeitig ein elementarer Mangel im Eisenbahnrecht ersichtlich, welcher verhindert, dass in dem seit dem Jahr 2018 laufenden Planfeststellungsverfahren für die Schienenhinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung auftretende Änderungen des Angebotes nicht berücksichtigt werden können. So ist sowohl der aktuelle Fahrplanentwurf des Deutschland-Takts als auch die Planung der Regio-S-Bahn Lübeck nicht berücksichtigt.
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert, dass die aufgetretenen Änderungen des Angebotes keinen Einfluss auf die Erlassung des Planfeststellungsbeschlusses haben konnten.
„Mit dem aktuellen Entwurf des Deutschland-Taktes und der Planung der Regio-S-Bahn Lübeck reicht die Kapazität der bestehenden zwei Gleise im Streckenabschnitt Abzweig Schwartau-Waldhalle – Lübeck Hauptbahnhof, für den bisher kein Ausbau vorgesehen ist, für einen pünktlichen und zuverlässigen Schienenverkehr nicht aus“, so Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg.
Des Weiteren kann es so kommen wie an der Bahnstrecke Hamburg – Lübeck, wo neu errichtete Lärmschutzwände im Rahmen der Errichtung der neuen S-Bahn-Linie S4 wieder abgerissen werden, obwohl zum Zeitpunkt der Errichtung der neuen Lärmschutzwände die Planung zur Errichtung der neuen S-Bahn-Linie S4 bereits gestartet gewesen ist.
Dabei freuen sich die Seebäder an der Lübecker Bucht – wie auf der Sitzung des Projektbeirates des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung am 19. August in Scharbeutz deutlich geworden ist – dass die sehr stark nachgefragten Bahnstationen Scharbeutz und Timmendorfer Strand im 30-Minuten-Takt an den Taktknoten Hamburg angebunden werden sollen.
Voraussetzung für dieses für die Seebäder an der Lübecker Bucht essentielle Angebot ist ein deutlicher Ausbau der Kapazität im Streckenabschnitt Abzweig Schwartau-Waldhalle – Lübeck Hauptbahnhof.
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher das Land Schleswig-Holstein und die NAH.SH auf, die Planung für die Errichtung eines Überwerfungsbauwerkes der Bahnstrecke Travemünde – Lübeck am Abzweig Schwartau-Waldhalle und den viergleisigen Ausbau des Streckenabschnitts Abzweig Schwartau-Waldhalle – Lübeck Hauptbahnhof zu starten.
Kontakt:
Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de
Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0151-51462156, e-mail: barkleit@pro-bahn-sh.de
Jan Niemeyer, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0157-92358603, e-mail: niemeyer@pro-bahn-sh.de
