SMILE24 wird fortgesetzt

Ende 2025 sind die Fördermittel des Bundes für das Modellprojekt „SMILE24“ ausgelaufen. Die Kreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde werden das Projekt aber fortsetzen, wenn auch mit Abstrichen. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt weiterhin finanziell.

Das Schnellbus-Netz wird weitestgehend fortgesetzt. Anstelle der Linie X600 Schleswig Bahnhof – Kappeln wird die Linie 600 beschleunigt und am Wochenende auf einen 60-Minuten-Takt verdichtet. Zusätzlich wird die Linie 605 Schleswig Bahnhof – Kappeln auf einen Stundentakt verdichtet, sodass es werktags einen Halbstundentakt zwischen Schleswig und Kappeln gibt. Die Linie X720 Schleswig – Eckernförde entfällt aufgrund der schwachen Fahrgastnachfrage.

Im Buslinien-Grundnetz wird die Linie 630 Satrup – Schleswig beschleunigt und startet jetzt am Schleswiger Bahnhof und fährt montags bis sonntags stündlich. Die Linien 640 Flensburg – Schleswig, 720 Schleswig – Eckernförde und 800 Flensburg – Kappeln verkehren neu samstags und sonntags im 60-Minuten-Takt.

Im touristischen Verkehr entfallen die Linien 609 Schleswig – Lindau – Kappeln, 719 Kappeln – Schönhagen – Damp – Eckernförde und 729 Schleswig – Fleckeby – Rieseby – Kappeln.

„Erfreulich ist, dass das Schnellbus-Netz im Dreieck Schleswig – Eckernförde – Kappeln weitestgehend erhalten wird und es sogar Verbesserungen im restlichen Busnetz gibt. SMILE24 hat eindeutig bewiesen, dass auch auf dem Land die Nachfrage anzieht, wenn das Angebot gut ist“, sagt Jan Niemeyer, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Für das Angebot im touristischen Verkehr gab es scheinbar nicht die notwendige Nachfrage. Bedauerlich ist aber die Aufgabe des Schnellbus Schleswig – Eckernförde. Dieser konnte keinen Erfolg haben, da die geplante Durchbindung am Bahnhof Schleswig nicht klappte und für die Fahrt in die Schleswiger Innenstadt ein Umstieg nötig war.“

Die NAHSHUTTLE genannten Rufbusse wird es ebenfalls weiterhin geben, ihre Betriebszeit wird aber leider eingeschränkt.

Auf dem Gebiet des Kreises Schleswig-Flensburg sind die Rufbusse noch noch montags bis donnerstags von 05.00 bis 21.00 Uhr verfügbar, freitags von 05.00 bis 24.00 Uhr, samstags von 06.00 bis 24.00 Uhr und sonntags von 09.00 bis 20.00 Uhr.

Im Kreise Rendsburg-Eckernförde fahren sie jetzt montags bis donnerstags von 06.00 bis 21.00 Uhr, freitags von 05.00 bis 24.00 Uhr, samstags von 07.00 bis 24.00 Uhr und sonntags von 08.00 bis 20.00 Uhr verfügbar.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde erhebt zusätzlich einen Komfort-Zuschlag zu einem Preis von 1 Euro pro Buchung und bietet eine Monatskarte zu einem Preis von 15 Euro monatlich an.

Die Zahl der Rufbusse ist begrenzt und es ist sinnvoll, die Nachfrage über den Preis zu steuern. Deswegen begrüßen wir den Komfort-Zuschlag grundsätzlich und halten die Höhe auch für angemessen, denn immerhin gleicht das Angebot einer Taxifahrt, die sonst ein vielfaches kosten würde.

„Ärgerlich ist, dass für die Nutzung der Rufbusse in den beiden Kreisen unterschiedliche Betriebszeiten, Tarifbedingungen sowie Stornierungsgebühren angesetzt wurden“, so Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Wir fordern die Kreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde auf, an dieser Stelle im Sinne der Umsetzung einheitlicher Tarifbedingungen zügig nachzubessern.“

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de

Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0151-51462156, e-mail: barkleit@pro-bahn-sh.de

Jan Niemeyer, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0157-92358603, e-mail: niemeyer@pro-bahn-sh.de