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Die Chancen für die Bahnanbindung der Region Flensburg nutzen!

15. November 2016 | Von | Kategorie: Pressemeldungen

Der Fahrgastverband PRO BAHN weist mit Blick auf die derzeitige Diskussion um die Bahnanbindung der Region Flensburg darauf hin, dass mit dem am 01. Februar vorgestellten Gutachten zur Bahnanbindung der Region Flensburg zwar die Chancen für die Bahnanbindung der Region Flensburg aufgezeigt worden sind, für die Entscheidung über die weitere Entwicklung der Bahnanbindung der Region Flensburg jedoch ein vertiefendes Gutachten notwendig ist. Der Fahrgastverband PRO BAHN empfiehlt daher, einerseits kurzfristig die Anschlusssituation von Bahn und Bus am heutigen Bahnhof Flensburg zu verbessern, andererseits ein vertiefendes Gutachten über die künftige Ausgestaltung der Bahnanbindung der Region Flensburg zu beauftragen.

Der Bahnverkehr in der Region Flensburg ist schwach nachgefragt“, so Stefan Barkleit, Landesvorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Mit dem geplanten Einsatz der neuen Doppelstock-Triebwagen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 sowie der Verbesserung der Verknüpfung von Bahn und Bus am heutigen Bahnhof Flensburg wird zwar eine moderate Steigerung der Fahrgastnachfrage erwartet, jedoch wird die Fahrgastnachfrage im Bahnverkehr in der Region Flensburg schwach bleiben.“

Der Fahrgastverband PRO BAHN empfiehlt, in einem ersten Schritt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 die Anschlusssituation zwischen der Regionalexpress-Linie 7 Flensburg – Neumünster – Hamburg und der Regionalexpress-Linie 72 Flensburg – Eckernförde – Kiel sowie zum Stadtverkehr Flensburg am heutigen Bahnhof Flensburg zu verbessern.

Zur Verbesserung der Anschlusssituation zwischen Bahn und Bus am heutigen Bahnhof Flensburg empfiehlt der Fahrgastverband PRO BAHN folgende Angebots- und Infrastrukturmaßnahmen:

  • barrierefreier Ausbau der Bushaltestelle und des Bahnhofsvorplatzes am heutigen Bahnhof Flensburg mit Einführung der Echtzeit-Information

  • Ausbau des Mühlendamms am heutigen Bahnhof Flensburg, so dass der Stadtverkehr Flensburg den Mühlendamm in beiden Richtungen befahren kann

  • Führung der Buslinien 1, 4 und 5 über die Bushaltestelle am heutigen Bahnhof Flensburg

  • Bedienung der Bushaltestelle am heutigen Bahnhof Flensburg im Abendverkehr im exakten 30-Minuten-Takt

  • Verbesserung der Beschilderung am heutigen Bahnhof Flensburg zur Bushaltestelle Bahnhof/ Serpentine

  • Verbesserung der Beschilderung am ZOB Flensburg zwischen den Bushaltestellen der zum heutigen Bahnhof Flensburg verkehrenden Buslinien und den Bushaltestellen der weiteren Buslinien

  • Verbesserung der Anschlusssituation am ZOB Flensburg zwischen den Bushaltestellen der zum heutigen Bahnhof Flensburg verkehrenden Buslinien und den Bushaltestellen der weiteren Buslinien

In einem zweiten Schritt empfiehlt der Fahrgastverband PRO BAHN, die Arbeit der Arbeitsgruppe Bahn zur Ausgestaltung der Bahnanbindung der Region Flensburg fortzusetzen und ein vertiefendes Gutachten zur Bahnanbindung der Region Flensburg zu beauftragen. Die Aufgabenstellung des vertiefenden Gutachtens zur Bahnanbindung der Region Flensburg ist es, aus den im ersten Gutachten skizzierten Vorschlägen und Überlegungen detaillierte Vorschläge und Überlegungen zu entwickeln und damit eine geeignete Grundlage für die von den kommunalpolitischen Vertretern der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg zu treffende Entscheidung über die künftige Ausgestaltung der Bahnanbindung der Region Flensburg zu schaffen

Mit der von Teilen der kommunalpolitischen Vertreter der Stadt Flensburg präferierten Lösung, den heutigen Bahnhof Flensburg zu erhalten, die Bushaltestelle und den Bahnhofsvorplatz barrierefrei auszubauen sowie eine Verknüpfung zwischen der Schleswiger Straße und den Bahnsteigen mit Fahrstühlen und Treppen zu errichten, kann kurz- bis mittelfristig eine moderate Steigerung der Fahrgastnachfrage erzielt werden“, erläutert Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN, „doch kann mittel- bis langfristig mit der präferierten Lösung keine deutliche Steigerung der Fahrgastnachfrage erzielt werden, weil die präferierte Lösung weder die Flensburger Innenstadt noch den Flensburger ZOB als zentralen Knoten des Stadtverkehrs Flensburg direkt an den Bahnverkehr und somit die Region Flensburg anbindet.“

Die weitere Arbeit der Arbeitsgruppe Bahn und das vertiefende Gutachten zur Bahnanbindung der Region Flensburg sind daher wesentliche Bestandteile des kommenden gemeinsamen Regionalen Nahverkehrsplanes (RNVP) der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg und der weiteren Ausgestaltung der Bahnanbindung der Region Flensburg, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Nutzen einer Reaktivierung der Bahnstrecke Niebüll – Flensburg mit einer direkten Anbindung sowohl der Flensburger Innenstadt als auch des Flensburger ZOB als zentralen Knoten des Stadtverkehrs Flensburg steigt und eine Reaktivierung der Bahnstrecke Niebüll – Flensburg realistischer ist.

Kontakt:

Stefan Barkleit – 0151-51462156

Hans-Uwe Kolle – 0172-4507850 (ab 17.00 Uhr)

Karl-Peter Naumann – 0172-2673784

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