Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt Einführung eines neuen Liniennetzes bei der S-Bahn Hamburg

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt, dass die Hamburger S-Bahn mit einem neuen Liniennetz ihre Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verbessern will. Wesentliche Verbesserungen erfordern aber auch Investitionen in die Schieneninfrastruktur und die Fahrzeuge sowie ausreichend Personal. Hierzu muss der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg aktiv werden und diese Leistungen und deren Zuverlässigkeit bestellen. Die notwendigen Investitionen für neue Elektronische Stellwerke (ESTW) muss der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund als Eigentümer von DB Netz einfordern und, sofern notwendig, vorfinanzieren.

Die Fahrgäste müssen sich zwar an neue Liniennummern und an neue Linienführungen gewöhnen, die Anzahl der Fahrtmöglichkeiten steigt aber. „Aus der Sicht der Fahrgäste begrüßen wir, dass die zukünftigen S-Bahn-Linien gleich mitgedacht wurden, so die im Bau befindliche S-Bahn-Linie S4 Ost nach Ahrensburg und Bad Oldesloe sowie die S5 nach Quickborn und Kaltenkirchen“, freut sich Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, „ebenso die 3. S-Bahn-Linie nach Neugraben und die geplante Linie nach Osdorf und Lurup.“

Ein besonderes Augenmerk wird der Fahrgastverband PRO BAHN darauf richten, ob die versprochene Verbesserung der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Hamburger S-Bahn eintritt, insbesondere auf den S-Bahn-Linien S3 und S5 nach Neugraben und Stade.

„Durch die Nutzung der Ferngleise zwischen Stade und Neugraben ist das Risiko groß, Verspätungen in das Hamburger S-Bahn-Netz einzuschleppen“, erklärt Mathias Bölckow, Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Hamburg und Umgebung. „Aus dem Grund fordern wir, dass in Neugraben Bereitschaftszüge als Reserve stationiert werden, die im Fall einer Verspätung der S-Bahn-Linie S5 aus Stade in der Zeitlage der S-Bahn-Linie S5 in Fahrtrichtung Hamburg fahren.“

Die Nachfrage auf der S-Bahn-Linie S5 ist so groß, dass die im Vergleich zur S-Bahn-Linie S3 (Langzug) kürzere S-Bahn-Linie S5 (Vollzug) sehr schnell überlastet würde, wenn er mehr als 2,5 Minuten hinter der S-Bahn-Linie 3 fährt und so zu viele Fahrgäste kommen. Diese Bereitschaftszüge als Reserve müssen bis zu dem Zeitpunkt vorgehalten werden, an dem die 3. Harburger Linie (S-Bahn-Linie S6) in Betrieb geht und regulär 3 Fahrten je 10 Minuten und Fahrtrichtung angeboten werden.

Sofern dieses Konzept und die Investitionen in die Schieneninfrastruktur und die Fahrzeuge sowie ausreichend Personal konsequent und zeitgerecht umgesetzt werden, sieht der Fahrgastverband PRO BAHN eine gute Zukunft für die Hamburger S-Bahn. Er wird aber gleichzeitig ein waches Auge auf die Umsetzung des neuen Liniennetzes für die Hamburger S-Bahn haben und diese konstruktiv-kritisch begleiten.

Kontakt:

Karl-Peter Naumann – Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de

Stefan Barkleit – Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0151-51462156, e-mail: barkleit@pro-bahn-sh.de

Mathias Bölckow – Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Hamburg und Umgebung, mobil: 0176-49226044, e-mail: boelckow@pro-bahn-sh.de