Fahrgäste begrüßen neue DB-Bahnhofsstrategie – PRO BAHN fordert Berücksichtigung der Fahrgastanforderungen bei der Neugestaltung durch Kommunen und DB Netz

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die Entscheidung des neuen Vorsitzenden von DB Netz, Berthold Huber, keine Bahnhöfe mehr zu verkaufen. Damit alle der DB noch gehörenden Bahnhöfe Lust auf Bahnfahren machen, bleibt noch viel zu tun. Hier bedarf es einer Strategie, die die Bedürfnisse der Fahrgäste in den Mittelpunkt stellt, die sowohl von der Bahn als wirkliche Gäste empfangen als auch vom jeweiligen Ort willkommen geheißen werden wollen.

In der Vergangenheit sind Bahnhofsgebäude, die betrieblich nicht mehr benötigt worden, viel zu häufig an Immobiliengesellschaften oder auch Privatpersonen verkauft worden, ohne dass geregelt wurde, wie Fahrgäste auf den Bahnsteig kommen. Gerade Immobiliengesellschaften haben in der Folge die Bahnhofsgebäude einfach nur verrotten lassen. Für den Fahrgast war dies ausgesprochen abschreckend. Auch die Kommunen waren bezüglich der Gestaltung des Umfeldes nicht immer hilfreich.

„Jetzt ist die Zeit für eine neue Strategie für uns Fahrgäste gekommen“, erklärt Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN, der gleichzeitig auch in der Kommission zur Wahl des Bahnhofs des Jahres ist und ergänzt: „mit Beteiligung der Fahrgäste müssen DB Netz und die Kommunen sich jetzt an den Tisch setzen und eine Strategie für die Bahnhöfe der Zukunft entwickeln.“

Die Bahnhöfe der Zukunft müssen zu einer Mobilitätsdrehscheibe in den Kommunen werden, wie auch zu dem Empfangstor. „Gerade eine gute Verknüpfung mit dem weiterführenden öffentlichen Verkehr (Bus, Tram, On-Demand Verkehre, Taxi, Fahrradparkplätze und -boxen) am Zielbahnhof, um die durchgehende Reisekette zu komplettieren, ist ein weiteres Argument das Auto stehen zu lassen und den öffentlichen Verkehr mit Bahn und Bus zu nutzen“, erläutert Jörg Bruchertseifer, Experte des Fahrgastverbands PRO BAHN.

Eine neue Bahnhofsstrategie muss die Interessen der Fahrgäste in den Mittelpunkt stellen, deren Bedürfnisse und Wünsche an die Kommunen wie auch an die Bahnunternehmen müssen aufeinander abgestimmt werden und zu neuen örtlichen angepassten Lösungsansätzen führen. Dabei sind auch die Gestaltung und Führung der Fußwege von besonderer Bedeutung.

Für diese neue Bahnhofsstrategie bringt der Fahrgastverband PRO BAHN gerne seine Kompetenz ein.

Kontakt:

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de

Jörg Bruchertseifer, Referat Fahrgastinformation, mobil: 0160-9063 6984, e-mail: joerg.bruchertseifer@pro-bahn.de