Infrastrukturmaßnahmen im Streckenabschnitt Elmshorn – Hamburg-Altona/ – Hamburg Hauptbahnhof endlich abgeschlossen

Am 6. September konnten nach sieben Wochen endlich die Bauarbeiten zwischen Hamburg Altona und Hauptbahnhof abgeschlossen werden, der auf vielen Linien erforderliche Umstieg in Pinneberg auf die S-Bahn ist damit zum Glück wieder Geschichte.

Aber nur vorerst – schon in einem halben Jahr stehen Bauarbeiten an, die wieder zu einem Umstieg in Pinneberg zwingen. Da die letzten sieben Wochen gezeigt haben, dass dieser Umstieg zeitweilig im Chaos enden kann, muss das Ersatzkonzept für künftige Sperrungen weiter verbessert werden.

Denn grundsätzlich erkennen wir an, dass die Aufgabenträger NAH.SH und HVV genauso wie die Verkehrsunternehmen ein gutes Konzept entwickelt hatten, damit dieser Ausnahmezustand in Pinneberg möglichst gut gehandhabt wird.

So wurde viel Personal eingesetzt, um die Fahrgastströme am Bahnsteig zu lenken, sogar Kofferträger wurden eingesetzt. Ein unternehmensübergreifender Kommunikationskanal war eingerichtet worden, damit alle über das Betriebsgeschehen im Bilde sind – vom Busfahrer über die Zugbegleiterin bis zum Reisendenlenker am Bahnsteig.

Es hat sich aber eben auch gezeigt, dass dieses auf dem Papier gute Konzept nicht zu unserer Zufriedenheit umgesetzt werden konnte. So waren die Reisendenlenker mit ihrer Aufgabe vor Ort häufig überfordert, eine sinnvolle Koordination war nicht erkennbar. Auch wurde wieder einmal deutlich, dass der Bahnhof Pinneberg für diese Fahrgastströme nicht ausgelegt ist.

Für die Nutzung im Ersatzverkehr sind die Mittelbahnsteige an Gleis 5 und 4 unzureichend dimensioniert, was insbesondere für die Treppen gilt.

„Mit Blick auf die absehbaren Bauarbeiten zwischen Pinneberg und Hamburg besteht dringender Handlungsbedarf, die Leistungsfähigkeit des Umsteigeknotens Pinneberg für die Nutzung im Ersatzverkehr deutlich zu verbessern“, so Mathias Bölckow, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg.

Konkret schlägt der Fahrgastverband PRO BAHN die folgenden Maßnahmen vor:

  • Errichtung eines provisorischen Bahnsteigs an Gleis 6 mit einer Nutzlänge von 330 Metern
  • Verlängerung des Mittelbahnsteiges Gleis 5 und 4 auf eine Nutzlänge von 330 Metern für den Einsatz von (Doppelstock-)Triebwagen in Dreifachtraktion
  • Errichtung einer neuen Bahnsteigüberführung nördlich des provisorischen Bahnsteiges Gleis 6 und des Mittelbahnsteig Gleis 5 und 4 sowie einer direkten Zuwegung zum ZOB, um die Umsteigewege für Fahrgäste in die Innenstadt von Pinneberg und zum ZOB zu verkürzen.

Kontakt:

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de

Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0151-51462156, e-mail: barkleit@pro-bahn-sh.de

Mathias Bölckow, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0176-49226044, e-mail: boelckow@pro-bahn-sh.de