PRO BAHN fordert mehr Personal für die Planung der Baustellen- und Schienenersatzverkehrsfahrpläne

Modernisierung und Sanierung der Schieneninfrastruktur – in den kommenden Jahren kommt auf die Fahrgäste eine Vielzahl an Baustellen zu. Dafür braucht es mehr Personal, gerade in der Planung, um die Konsequenzen für die Fahrgäste gering zu halten. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert sowohl die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg und deren SPNV- und ÖPNV-Aufgabenträger NAH.SH und HVV als auch die in der Region aktiven Eisenbahnverkehrsunternehmen auf, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Planung der Baustellen- und Schienenersatzverkehrsfahrpläne einzustellen.

Ziel muss es sein, die Planung der Baustellen- und Schienenersatzverkehrsfahrpläne deutlich zu verbessern, so dass trotz zunehmender Anzahl an Baustellen zur Modernisierung und Sanierung der Schieneninfrastruktur so viel Schienenverkehr wie möglich angeboten werden kann und so wenig Schienenersatzverkehr wie möglich angeboten werden muss.

„Die NAH.SH, der HVV und die in der Region aktiven Eisenbahnverkehrsunternehmen müssen die Planung der Baustellen- und Schienenersatzverkehrsfahrpläne deutlich verbessern. Dort, wo baustellenbedingt auch beim besten Willen kein Schienenverkehr mehr angeboten werden kann, muss der Schienenersatzverkehr dergestalt geplant werden, dass sich die Fahrzeit für die Fahrgäste über die ersatzverkehrsbedingte Verlängerung hinaus nicht auch noch durch lange Wartezeiten beim Umstieg zwischen Zug und Schienenersatzverkehr verlängert“, sagt Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Des Weiteren muss im Schienenersatzverkehr auch die Ausbildung der eingesetzten Busfahrerinnen und Busfahrer verbessert, die geplante Sitzplatzkapazität insbesondere auf den stark von Pendlern und Touristen nachgefragten Relationen erhöht und die Qualität der eingesetzten Solo- und Gelenkwagen verbessert und vereinheitlicht werden.“

Zudem kritisiert der Fahrgastverband PRO BAHN den Ausfall des Schienenverkehrs auf der Bahnstrecke Flensburg – Kiel im Streckenabschnitt Rieseby – Kiel-Hassee. Seit dem 04. März ist im Streckenabschnitt Rieseby – Eckernförde nur noch Schienenersatzverkehr unterwegs und vom 22. Mai bis 15. Juni ist auch im Streckenabschnitt Eckernförde – Kiel-Hassee Schienenersatzverkehr unterwegs gewesen, obwohl im Streckenabschnitt zwischen Rieseby – Eckernförde keine Bauarbeiten stattfinden und im Streckenabschnitt zwischen Eckernförde – Kiel-Hassee keine Bauarbeiten stattgefunden haben.

„DB Regio Schleswig-Holstein hat im Rahmen der Ausschreibung des Netzes Nord im Jahr 2009 dem Land Schleswig-Holstein und der NAH.SH die Erbringung der Verkehrsleistungen auf der Bahnstrecke Flensburg – Kiel angeboten und den Zuschlag erhalten. Fahrgäste können somit von DB Regio Schleswig-Holstein erwarten, dass der Schienenverkehr pünktlich und zuverlässig erbracht wird“, so Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg. „Im Streckenabschnitt Rieseby – Kiel-Hassee ist dies in den vergangenen Wochen erkennbar nicht der Fall gewesen. Das Land Schleswig-Holstein und die NAH.SH sind somit gefordert, die Erbringung der Verkehrsleistungen gegenüber DB Regio Schleswig-Holstein durchzusetzen.“

Kontakt:

Stefan Barkleit, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0151-51462156, e-mail: barkleit@pro-bahn-sh.de

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN und Pressesprecher des PRO BAHN-Landesverbandes Schleswig-Holstein/ Hamburg, mobil: 0172-2673784, e-mail: k.naumann@pro-bahn.de